Zuckerfest 2016Liebe Mitglieder von United Nackenheim, liebe Asylbewerber und Flüchtlinge in Nackenheim,

am 13. Juli 2016 möchten wir, der Flüchtlingsarbeitskreis der Ortsgemeinde Nackenheim gemeinsam mit der Ahmadiyya Jamaat Gemeinde, sie recht herzlich einladen zusammen mit uns das Zuckerfest, zum Ende des Ramadan, zu feiern.

 

Zwar liegt der eigentliche Termin, an dem das Fastenbrechen am Ende des Ramadan begangen wird, nahezu eine Woche zurück, aber dieses Fest, das im Islam ein bedeutendes ist, und im Rang ungefähr dem christlichen Osterfest entspricht, wollen wir zusammen mit der Gemeinde noch einmal und in aller Öffentlichkeit begehen.

 

Man muss die Hintergründe kennen, um die Religion des anderen zu verstehen. Daher wollen wir auch die Möglichkeit nutzen Fragen wie:

  • Warum ist der Ramadan sei eine der fünf Säulen des Islam?
  • Warum fasten Muslime eigentlich während des Ramadan?
  • Und was soll das?

zu besprechen.

 

Mit dieser Veranstaltung wollen wir gemeinsam zeigen das auch der Islam zu Deutschland gehört und das wir fest auf dem Boden des deutschen Grundgesetz stehen.

Das deutsche Grundgesetz (GG) sichert die Religionsfreiheit in Art. 4 Absatz 1, 2:

„(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.“

„(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“

 

Der Ablauf des Abends ist wie folgt geplant:

18:00 Uhr – verkürzte Regelsitzung von United Nackenheim

19:00 Uhr – Lesung aus dem Koran

19:10 Uhr – Grußworte

19:20 Uhr – Bedeutung des Ramadan für Muslime

19:45 Uhr – Aussprache und Fragen aus dem Auditorium

20:00 Uhr – Gemeinsames Fastenbrechen

 

Die Veranstaltung findet statt am

  1. Juli 2016, in der Carl Zuckmayer Halle, Lörzweiler Str. 15, in 55299 Nackenheim.

czh karte

Wir würden uns sehr freuen wenn sie an dieser Veranstaltung teilnehmen würden und auch die Gelegenheit nutzen einige unserer Nackenheimer Neubürger näher kennenzulernen.

 

BaumpflanzungDie Ahmadiyya Muslim Gemeinde hat bereits zweimal einen Baum als Zeichen der Liebe, Freundschaft und des friedlichen Miteinanders in der Ortsgemeinde Nackenheim gepflanzt. Die Baumpflanzungen wurden von zahlreichen Bürgern, Schülern des örtlichen Gymnasiums und der Ortsbürgermeisterin begleitet. Damit gingen diese Bäume, rein rechtlich gesehen, in das Eigentum der Ortsgemeinde über.

Beide Male wurden diese Bäume nach kurzer Zeit abgesägt. Neben Oppenheim ist damit Nackenheim der einzige Ort in dem diese Bäume gefällt wurden. Da in Oppenheim auch gleichzeitig rechte Parolen hinterlassen wurden ist zu vermuten, dass auch in Nackenheim die Fällaktionen einen ähnlichen politischen Hintergrund haben.

Hier schlage ich vor das die Ortsgemeinde nunmehr ein deutliches Zeichen für Frieden und gegen religiösen Hass setzt und ähnlich der „Stolpersteine“ auf dem Rathausplatz, also an zentraler Stelle in Nackenheim, einen der dort gepflanzten Bäume umwidmet. Hierzu könnte eine Metalltafel in der Umrandung befestigt werden die mit einer Inschrift diesen Baum als „Friedensbaum“ ausweist. Eine entsprechende Tafel würden die Mitglieder von United Nackenheim sicherlich spenden.

Ich bitte den Rat der Ortsgemeinde diesen Vorschlag zu prüfen und gemeinsam mit United Nackenheim umzusetzen.

 

Nackenheim, der 18. April 2016 – Gestellt in der Einwohnerfragestunde des Gemeinderat der OG Nackenheim

Peter Stey, Frankenstr. 32, 55299 Nackenheim